Eine Idee umrundet die Welt
Natur schützen, Natur erleben
Daher haben Nationalparks auch die Aufgabe, heilende, gewissermaßen chirurgische Eingriffe durchzuführen, um den „Rückweg“ zu natürlicher Wildheit zu erleichtern und zu beschleunigen. So werden zum Beispiel Fichtenforste aufgelichtet, um das Aufwachsen naturnaher Wälder wieder zu ermöglichen, was wiederum begrenzte, zielgebundene Jagd erfordert.
Nationalparks ermöglichen es, zu erforschen, wie die Natur so arbeitet, wenn man sie lässt – auf Flächen, die deutlich weniger von menschlichem Einfluss überformt sind als im Umland. Viele Projekte dienen vor allem der erhaltung der Artenvielfalt. Ein international bekanntes Erfolgsbeispiel ist die – wissenschaftsgestützte – Rückkehr der Bartgeier in den Hohen Tauern.
Willkommen sind aber auch Menschen, die diese weitgehend unberührten Abläufe erkunden und erleben möchten. Damit dienen Nationalparks auch der Erholung und Bildung, wenngleich mit der Einschränkung partieller Sperrgebiete und Weggebote in besonders sensiblen Naturzonen. Es geht dabei um das geordnete Mit- und Nebeneinander: Die Philosophie modernen Nationalpark-Managements hält mehr vom Leiten als vom Verbieten – und von der menschlichen Neugier, die durch vielfältige Angebote wie Führungen, Ausstellungen, Workshops oder Vorträge gestillt wird.